"It´s simple, but not easy"

Man kaufe sich ein Grundstück und schaffe sich ein Paradies. Der Grundstein ist gelegt und die erste Vegetation wartet auf Hege und Pflege.


Während Abdoulie fleißig baut, hat Ndey kurzentschlossen im Garten Beete angelegt und Cassava (Maniok, eine stärkehaltige, außen rotbraune und innen weiße Wurzelknolle, die ähnlich wie eine Kartoffel verarbeitet wird) angebaut. 

Energie durch Synergie


In Deutschland ist es selbstverständlich, dass ein Haus an die öffentliche Versorgung (Strom, Wasser, Abwasser etc.) angeschlossen wird. In Gambia gibt es bislang keine öffentliche Versorgung. Strom wird überwiegend mit veralteten Schwerölgeneratoren produziert, die die Umwelt sehr stark belasten. Palm Tree Place setzt auf Solarstrom. Wir möchten dort, wie auch bereits in dem Haus von Abdoulie und Ndey eine sog. Inselanlage installieren, die sowohl Wechsel- als auch Gleichstrom liefert. Mit Gleichstrom werden die Gebäude beleuchtet und Akkus geladen, der Wechselstrom erlaubt den Betrieb von elektrischen Geräten. Dank dem Verein Miriquidi goes Africa, der dem Grundstück eine Solaranlage spendiert hat, wird es hoffentlich bald hell im Haus. Die Anlage wurde von uns im Mai 2021 zusammen mit Kleiderspenden und Fahrrädern etc. nach Gambia verschifft. Im August 2021 traf sie vor Ort ein.

 

Da das Haus bei Ankunft der Solaranlage bereits fast fertig war, hofften wir,

dass die Anlage auch sogleich installiert werden konnte, zumal Erhard (der Vater eines Freundes aus der Nähe von Fulda) sich bereit erklärt hatte, den Aufbau zu finanzieren. Ndey erklärte uns, dass das Grundstück zunächst eine Bewachung bräuchte, bevor man dort so kostbare Dinge, wie eine Solaranlage installiert. Auch der Shop und die Küche könnten erst eingerichtet werden, wenn die Bewachung vor Ort sei.Nach gemeinsamer Überlegung entschieden wir, dank der finanziellen Hilfe des Vereins Miriquidi goes Africa, im vorderen Teil des Grundstücks ein weiteres Haus zu bauen.


"Watchmen-House"

Bestimmt gibt es in Gambia auch Sicherheitsdienste, jedoch haben die Angestellten dieser Firmen abends Feierabend. Dann wäre unser Grundstück zwar tagsüber bewacht, nicht aber abends, wenn nötig ist. Alternativ kann man privat einen Mann einstellen, der das Grundstück bewacht. Dieser benötigt aber einen Aufenthaltsraum. Die Lösung war, ein Haus zu bauen, wo der Wächter mietfrei wohnt. Dann kann er sich tagsüber mit Gelegenheitsjobs seinen Lebensunterhalt verdienen und bewacht unser Grundstück nachts.

Im November 2021 machte sich Abdoulie ans Werk ...


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